Zürich: Angriffe auf das Recht auf Integration

Zürich: Angriffe auf das Recht auf Integration

12.02.2010 09:02 von Tarek Naguib

Mit falschen Kostenargumenten und der absurden Heraufbeschwörung von Gefahren für Kinder und Jugendliche wird insbesondere im Kanton Zürich die Integration in die schulischen Regelstrukturen von Teilen der Politik abgelehnt. Mit teilweise polemischen Berichten in den Tageszeitungen wird die wissenschaftlich gesicherte Aussage, dass Integration zum Wohle aller Kinder ist, abgelehnt.

 

 

Die Realität sieht jedoch anders aus: Die Gleichstellung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung setzt voraus, dass bereits im schulischen (bzw. vorschulischen) Alter die Integration in die Regelstrukturen einer Gesellschaft bzw. einer Schule konsequent umgesetzt wird. Das Beispiel des Kantons Basel-Stadt zeigt, dass dies problemlos funktionieren kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

 

 

Seit den 90er-Jahren verlangen immer mehr Eltern die Integration für ihre Kinder. Auch aus rechtlicher Perspektive ist die Integration der einzig richtige Weg. Die Bundesverfassung sowie das Behindertengleichstellungsgesetz verlangen, dass bei der Schulung das Wohl des Kindes im Zentrum steht. Die UNO-Behindertenkonvention ist sogar noch deutlicher: "Die Vertragsstaaten gewährleisten ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen" (Art. 24).

 

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