Fakten zum Thema Erwerbsleben

Menschen mit Behinderung treffen im Erwerbsleben auf unterschiedlichste Hindernisse. Ängste und Unsicherheiten sowie fehlende Bereitschaft zur Ergreifung wirksamer Integrationsmassnahmen seitens der Arbeitgebenden führen zu Benachteiligungen und Diskriminierungen. Schwierigkeiten treten auf der Suche sowie während des Arbeitsverhältnisses auf. Die Gleichstellungspolitik ist gefordert. Hier finden Sie: statistische Angaben, Informationen zu den Gründen der Benachteiligung sowie eine Übersicht zu bestehenden Gleichstellungsmassnahmen.

Menschen mit Behinderung sind seltener erwerbstätig und stärker der Erwerbslosigkeit ausgesetzt als Menschen ohne Behinderung. 59% Prozent sind erwerbstätig, während bei Menschen ohne Behinderung 80% eine Arbeitsstelle haben. Davon arbeitet jeder zweite Teilzeit, bei Menschen mit Behinderung jeder dritte. 43% der teilzeitbschäftigten Personen mit Behinderung geben an, aus gesundheitlichen Gründen nicht vollzeitlich tätig zu sein. Im Jahr 2007 arbeiteten 12'897 Personen in Werkstätten, die einem Heim für Behinderte angeschlossen sind. (Quelle: Bundesamt für Statistik)

Informationen des Bundesamtes für Statistik


Gründe der Benachteiligung

Die Gründe für die Schwierigkeiten von Menschen mit Behinderung, sich erfolgreich in den Arbeitsmarkt sind unterschiedlich. Aus körperlichen, geistigen oder psychischen Gründen können Menschen auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr mithalten. Die Mentalität des "immer schneller und gewinnbringender" verstärkt die Problematik. Auch fehlt es an den notwendigen infrastrukturellen Rahmenbedingungen (hindernisfreies Internet, ...). Schliesslich gibt es zahlreiche Vorurteile und Ängste, die abgebaut werden müssen.

Hintergrundinformationen des Bundes

Gleichstellungsmassnahmen

Damit Ängste, Unsicherheiten, organisatorische und anderweitige Hindernisse abgebaut werden können, braucht es spezifische, auf das Erwerbsleben ausgerichtete Integrationsmassnahmen. Seit Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetzes werden Integrationsmassnahmen vom Eidgenössischen Departement des Innern EDI verstärkt gefördert. Dieser notwendige Impuls führte zu einer Intensivierung und dem notwendigen Ausbau von Gleichstellungsprojekten.

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