Fakten zum Thema Kommunikation

Gespräche führen, Austausch per E-Mail und SMS, Briefe Schreiben, Lesen, Fernsehen, Hören und andere Formen der Kommunikation und Informationsbeschaffung sind für Menschen mit Behinderung keine Selbstverständlichkeit. Gehörlose beispielsweise sind in der Regel darauf angewiesen, dass das Gegenüber die Gebärdensprache beherrscht und Filme untertitelt sind. Blinde Menschen lesen nur mittels Brailleschrift und benötigen spezielle Soft- und Hardware beim Computer. Rollstuhlfahrer sind auf einen Lift angewiesen, wenn sie sich mit den Gästen des Festes im ersten Stock austauschen möchten. Hier finden Sie: statistische Angaben, Informationen zu den Gründen der Benachteiligung sowie eine Übersicht zu bestehenden Gleichstellungsmassnahmen.

Zahlen und Statistiken

Schätzungsweise mehrere zehntausend Menschen in der Schweiz haben eine schwere Hörbehinderung. Sie sind auf Hilfsmittel angewiesen, die ihnen das Hören erleichtern. Dazu gehören z.B. die Anwesenheit von Gebärdendolmetschern während Gesprächen und einfache Texte beim Reden.

Mehrere Menschen haben eine schwere Sehbehinderung und sind gar blind. Lesen können Sie nur mit spezifischen Sehhilfen. Dank dem Internet wurde das Kommunikationsspektrum erweigert. Dies setzt jedoch eine hindernisfreie Aufbereitung des Internetauftritts mit einfachen Strukturen voraus.

Gemäss Schätzungen leben ca. 50'000-180'000  Menschen mit einer geistigen Behinderung in der Schweiz. Sie sind auf eine einfache und deutliche Sprache angewiesen. Mehrheitlich jedoch sind sie von den raschen und komplizierten Gesprächen überfordert. Auch die Texte auf Internet und in Büchern sind vielfach zu kompliziert verfasst.

Menschen mit einer Körperbehinderung scheinen zwar auf den ersten Blick keine Schwierigkeiten bei der Kommunikation zu haben. Dies trügt jedoch. Denn oft verhindern bauliche Hindernisse den Kontakt mit Mitmenschen.


Gründe der Benachteiligung

Das gesellschaftliche Umfeld ist nicht für Menschen mit Behinderung konstruiert. Die Gebärdensprache beispeilsweise stellt keine Amtssprache dar, die man auch in der Regelschule lernen kann. Internetseiten haben oft komplexe Strukturen, die es blinden Personen verunmöglichen, darauf zu navigieren. Die Gesellschaft ist es sich nicht gewohnt, selbstverständlich mit Menschen mit geistiger Behinderung zu kommunizieren. Immer noch besteht eine zu geringe Sensibilität, die eigene Kommunikationsform bei Bedarf anzupassen. Oft ist es selbstverständlich, dass wir ins Hochdeutsche, Englische oder Französische wechseln, wenn uns am Tisch jemand nicht versteht. Auf Menschen mit Behinderung Rücksicht zu nehmen, ist uns oft noch fremd.

 

Gleichstellungsmassnahmen

Die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von Menschen mit Behinderung verlangt innovative Integrationsmassnahmen. Zum einen ist die Gesellschaft zu den Herausforderungen, die Menschen mit Behinderung im Alltag meistern müssen, und deren Gründe zu sensibilisieren. Weiter braucht es Information über Möglichkeiten der Anpassung der gesellschaftlichen Strukturen. Das Eidgenössische Büro für Menschen mit Behinderung hat bereits zahlreiche Projekte im Bereich unterstützt.

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